Nachhaltigkeit

Ökodesign der Produkte

Der Übergang von einem linearen zu einem kreisförmigen Wirtschaftsmodell bildet die Herausforderung unserer Zeit.

Das erste Modell setzt voraus, dass Güter einen endlichen Lebenszyklus aufweisen müssen, der beendet ist, wenn sie nicht mehr benutzt und entsorgt werden.
Das zweite Modell denkt an die Wiederverwertung der eingesetzten Ressourcen innerhalb mehrerer Produktions- und Nutzungszyklen.

 

Lineare Wirtschaft

RohstoffeProdution und PlanungDistributionVerbrauchAbfall

Kreislaufwirtschaft

RohstoffePlanungProduktion WiedernutzbarmachungDistributionVerbrauch Nutzen Wiederverwertung ReparaturMüllsammlunResidual wasteRestmüll

Die Wiederverwertbarkeit der eingesetzten Produktionsmittel ist wesentlich für die Entwicklung eines Produktions- und Konsummodells, bei dem das Ende des einen Produktes den Anfang eines neuen Produktes bildet.

Es genügt sich vor Augen zu führen, dass ein durchschnittlicher Europäer ungefähr 163 kg Verpackungsmüll pro Jahr verursacht (Quelle: Eurostat), der hauptsächlich aus Papier und Karton (41%), Kunststoff (19%), Glas (18%) und Holz (16%) besteht.

Papier und KartonKunststoff GlasHolzMetallPro-Kopf-Verpackungsmüll EU-28, 2014
Quelle: Eurostat

Die RDM-Gruppe bietet lediglich Produkte an, die wiederverwendet, recyclet und regeneriert werden können.

Tatsächlich sind die Kartons der Gruppe entsprechend der technischen Normen EN13430 und EN13432 zu über 90% wiederverwertbar und biologisch abbaubar.

Bei der Erzeugung der eigenen Produkte verwendet die RDM-Gruppe zu über 50 % wiederverwendete Rohstoffe: Recyclingmaterialien und Produkte am Ende ihres Lebenszyklus oder Überreste aus der Verarbeitung von Rohstoffen.
Dank Wiederverwertung sind wir in der Lage, die Menge der zu entsorgenden Stoffe zu verringern und die Verwendung frischer Rohstoffe zu begrenzen, die der Natur entnommen werden müssen.
Sind wir zur Verwendung frischer Rohstoffe gezwungen, benutzen wir vorrangig Materialien, die aus erneuerbaren Quellen stammen. Insgesamt beziehen wir mehr als 80 % der in unseren Industrieverfahren bzw. zur Instandhaltung unserer Standorte eingesetzten Stoffe aus erneuerbaren Quellen.

 

Von allen von uns für die Herstellung von Karton bzw. Verpackungen sowie für die Instandhaltung unserer Standorte verwendeten Materialien sind: 58% Recuclingmaterialen, 87% aus wiedererneuerbaren Ressourcen.

Um die Umweltverträglichkeit unserer Produkte weiter zu verbessern, nutzen wir die Ökobilanz (Life Cycle Assessment). Mit dieser wissenschaftlichen Methode haben wir die Möglichkeit, die Umweltauswirkungen, die durch die Herstellung, Verwendung und Verwertung unserer Kartonagen entstehen, systematisch und rigoros zu messen.

Nutzung nicht erneuerbarer Ressourcen

Wasserverbrauch

Treibhauseffekt

Saurer Regen

Eutrophierung (Überdüngung)

Sommersmog

Ökobilanz

Transport

Herstellung

Verteilung

Ende des Lebens

Rohes Material

Mithilfe dieser Methode wird die gesamte Lebensdauer der Produkte in den Blick genommen, von der Beschaffung der für die Herstellung der Kartonagen und ihrer Beschichtungen notwendigen Rohstoffe über deren Verarbeitung in den Werken der RDM Group bis hin zum Vertrieb an die Kunden und der Entsorgung der Produkte nach Gebrauch. Alle diese Phasen verstehen sich als eine Reihe von Prozessen, die Materie und Energie benötigen und Belastungen für die Umwelt in Form von Abfällen und Emissionen in Luft und Wasser erzeugen.

 

In der Studie haben wir alle diese Aspekte genau untersucht und der Abschlussbericht gibt einen Gesamtüberblick über alle Ressourcen, Energie und Wasser, die unsere Kartonagen benötigen, um hergestellt, vermarktet, genutzt und wieder zur Wiederverwertung transportiert zu werden, einschließlich der Luftemissionen und anderer entstehender Schadstoffe.

 

Diese Analyse wurde für fünf typische Produkte unseres Konzerns durchgeführt, die 2017 im Werk in Santa Giustina Bellunese hergestellt wurden.

Über den gesamten Lebenszyklus hat ein Kilogramm Karton der RDM Group durchschnittlich das Folgende verbraucht:

1,2 kg

Rohstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen und Recycling

0,5 kg

aus nicht erneuerbaren Quellen, die als Rohstoffe und zur Energieerzeugung genutzt werden

0,7 MJ

Energie aus erneuerbaren Quellen

9,9 l

Wasser

 

Über den gesamten Lebenszyklus trägt ein Kilogramm Karton der RDM Group durchschnittlich auf folgende Weise zur Umweltbelastung bei:

Klimaerwärmung in der Größenordnung von

0,83 kg

Kohlendioxid – Äquivalent
(CO2-Äq.)

Versauerung in der Größenordnung von

2,77 g

Schwefeldioxid – Äquivalent
(SO2-Äq.)

Photochemische Ozonbildung in der Größenordnung von

0,14 g

Äthylen – Äquivalent
(C2H4-Äq.)

Eutrophierung (Überdüngung) in der Größenordnung von

0,89 g

Phosphat – Äquivalent
(PO43-Äq.)

 

Für die Analyse berücksichtigte Produkte: VinciCoat 112 Flächengewicht 350 g/m2, VinciBright 113 Flächengewicht 350 g/m2, VinciStar 122 Flächengewicht 550 g/m2, VinciAvana 962 mit Flächengewicht 445 g/m2, VinciBright Special 963 Flächengewicht 320 g/m2.

 

Die LCA-Studie unserer Kartonagen basiert auf den international anerkannten ISO-Standards 14040:2006 und 14044:2006, die derzeit zu den strengsten Standards für die Beurteilung der Umweltauswirkungen eines Produkts zählen.
Für die Bestandsaufnahme der Umweltbelastungen, die mit den verschiedenen Teilprozessen des Systems verbunden sind (Erzeugung von Rohstoffen, Energie und Brennstoffen, Verkehr und Abfallbehandlung), wird auf die Version 3.3 der internationalen ecoinvent-Datenbankverwiesen.
Das Ende der Lebensdauer der Verpackung für verkaufsfertige Kartonagen wurde unter Berücksichtigung der für die verschiedenen Verpackungsmaterialien insgesamt erreichten Recycling- und Energierückgewinnungsquoten im lokalen Kontext, in dem der Karton verwendet wird, definiert.

 

Wir haben die Analyse freiwillig der kritischen Überprüfung und Validierung einer unabhängigen dritten Partei unterzogen, die von der Zertifizierungsstelle Certiquality durchgeführt wurde .

Was haben wir erfahren?

  • Während des Lebenszyklus unserer Kartonagen findet die größte Umweltbelastung bei der Herstellung im Werk statt, insbesondere durch die Erzeugung der Energie, die zum Trocknen der Papierbögen benötigt wird.
  • Wesentlich geringer dagegen sind die Auswirkungen der Prozesse davor – die Rohstoffgewinnung – und danach – der Transport des Endprodukt und die Wiederverwertung nach Gebrauch.